03.06.2016
Nach erfolgreicher Anreise begannen wir wie gewohnt unsere "Base" aufzubauen. Da die uns zugewiesene Parzelle bereits besiedelt war okkupierten wir kurzerhand die danebenliegende. Diese bot üppig Platz und lag nebenbei auch noch strategisch günstig zum Hygienebereich. Kurze Zeit später rollten Thorsten und Daniel aufs Geläuf. Gemeinsam kämpften wir gegen die stetig zahlreicher werdenden Mücken und die zunehmende Unordnung, welche sich in gewohnter Weise sogleich nach dem Aufbau der Tische einstellte. Ich hatte meinen ersten Einsatz als es galt Schweigers Bremsen zu entlüften.
04.06.2016 The Race
Mit einem dicken allergieverstopftem Schädel wachte ich auf. Nun ja, da ich sowieso nicht als Fahrer gebucht war konnte ich es eh ruhig angehen lassen. Während Ralle, Daniel und Thorsten zur Streckenbesichtigung aufbrachen rollten Schweiger und ich ins örtliche Dorf, um Medikamente und Nahrung zu organisieren. Nach unserer Rückkehr zur "Base", wo es im Übrigen schon ordentlich heiß geworden war, warteten schon Taucher und Christian auf uns. Nun war das Team komplett und das Rennen konnte beginnen.
Es folgte der übliche Radcheck, das Briefing und natürlich die wichtigen Überlegungen zur Startreihenfolge. Etwas benebelt verfolgte ich das bunte Treiben bis schließlich Thorsten als erster auf die Strecke ging. Die Wechsel vergingen und die ersten Eindrücke über die Strecke wurden geteilt. Die Rundenzeiten wurden besprochen etc. Trotz mehrmaliger Aufforderungen weigerte sich Schweiger allerdings die mächtige "wenn dann" Funktion anzuwenden. Irgendwie hat es aber auch so geklappt. Wie nicht anders zu erwarten, gab es schon bei den ersten Runden einige Defekte . Erwähnenswert ; Ralles abgerissenen Schuhsohle; Schweigers lockere Ventile.
Dank "Racemap" konnten wir einige Teammitglieder sogar live verfolgen. Nach den ersten Runden lagen wir auf Platz 5, aber nach den Defekten gings runter auf den 6.
Leider blieben wir auch von weiteren Pannen nicht verschont. Ralles VR Bremse musste gewartet werden. Neue Bremsbeläge wurden für teures Geld erstanden und eingebaut. Leider drehte sich nun aber das Vorderrad nicht mehr. Das war Ralle bei der Probefahrt anscheinend entgangen und so fuhr er eine Runde mit angezogener Handbremse. Die weitere Reparatur gestaltete sich auch schwierig. Als Notlösung wurden die Bremssattelschrauben nicht ganz angezogen und nun rollte es wieder und Ralle, der mittlerweile in geliehenen Schuhen fuhr, konnte seine Runden fortsetzen. Aber auch Schweiger kämpfte mit Problemen. Lockere Schuhplatten sorgten dafür das die Klickpedale nicht mehr ihrer Sinn erfüllten und so wurde mit viel Mühe aus 2 Paar Schuhen eins. Da rollte mit sympatisch/genervtem Lächeln Christian vor, welcher seinen Sattel zerstört hatte. Aber mit viel roher Gewalt, Panzerband und einem Kabelbinder war auch dieses zerstörte Teil nach einer Stunde wieder einsatzbereit.
Die Nacht warf ihre Schatten voraus und die ersten Lichter wurden montiert. Taucher gab das Startsignal für die Nachtrunden. Von nun an fuhr jeder 2 Runden. Gegen 23 Uhr legte ich mich schlafen .
05.06.2016 The Race
Unausgeschlafen erwachte ich gegen 6 und hörte die ersten Berichte der Nachtfahrten. Christian hatte sich abgelegt und sein Vorderrad zertört. Nach kurzer Ansicht war klar ..."Schrott". Irgendwie hatte er es aber geschafft, dass das Rad ügerhaupt noch rollte und er irgendwie ins Ziel fahren konnte. Schweiger bot sein Rad als Ersatzrad an aber das war eigentlich zu klein. Das Vorderrad aus einem anderen Bike zu nehmen wäre möglich gewesen, scheiterte aber an der 200 er Bremsscheibe. Christian ging also mit Schweigers Rad in die Wechselzone. Hier kam aber alles anders. Er stieg auf Tauchers Rad und fuhr nach Startnummernwechsel damit weiter. Das Angebot mein Rad zu nehmen lehnte er demutsvoll ab.
Einige Runden später kam erneut Ralle mit einem zerknirschten Gesicht zur " Base" Der locker angeschraubte Bremssattel hatte sich losgerappelt. Schrauben weg und VR Bremse an den Lenker gebunden. So läpperten sich die Minuten zusammen und wir zementierten uns auf Platz 7.
Die Lösung der Radprobleme war nicht leicht. Schließlich wurde an Ralles VR Christians 200 er Scheibe montiert und in sein Rad eingebaut. Von nun an teilten sich die Beiden Christians Rad. Einige Teilnehmer konnten sich noch gut an Ralles Biketotalausfall aus dem letzten Jahr erinnern und machten neben der harten Strecke auch Ralles pfleglichen Umgang mit dem Bike für diese Pannen verantwortlich.
Neben diesen Pannen es vor allem die extreme Hitze welche für stetig langsamere Rundenzeiten verantwortlich war. Es war schwierig genug zu trinken ohne den Magen zu überlasten. Egal wer reinkam alle sahen aus wie geduscht. Irgendwann war es dann soweit und Christian ging auf die letzte Runde.
Platz 7 ein für uns ausgesprochen gutes Ergebnis. Glückwunsch an das Team das sich diesen Strapazen ausgesetzt hat. Ich bin jederzeit wieder als Mechaniker und vielleicht auch mal wieder als Fahrer dabei.