24 STUNDEN   RAD AM RING 2008      (3. Fassung)

 

NEUE BILDER

 

 

 

 

 

Los geht’s:

Nachdem wir problemlos unser Equipment in Tauchers Bus verstaut hatten gings um kurz nach 6 los Richtung Nürburgring. Am Rastplatz Ohligser Heide trafen wir dann auf Schweiger und Ziege, die von einem großen Kaffeedurst getrieben hier ebenfalls die erste Rast suchten. Nach kurzer Begrüßung war sofort klar das Schweiger in diesem Jahr Ambitionen hatte. Komplett im Hartz 4 Rennoutfit mit „Klick-Addiletten“ bewaffnet konnte er den Start kaum noch erwarten. Doch bis dahin sollte es ja noch etwas dauern. Nachdem uns Ziege über seine Lieblingsstrecke zum Ring geführt hatte und wir den Check in hinter uns hatten konnten wir endlich zum Fahrerlager aufbrechen.

 

 

C26

Parzelle C26 so lautete unser Standplatz, leider war der Name Programm. Wir hätten hier alle prima stehen können mehr aber auch nicht. Kurzerhand haben wir eine andere noch nicht besiedelte Stelle mit jeder Menge Platz für uns in Beschlag genommen. Letztendlich war es auch kein Problem weil anscheinend einige Teams und auch Einzelfahrer auf Grund des schlechten Wetters abgesagt hatten und so einige freie Stellen im Fahrerlager waren. 

 

 

The Fantastic Four

Wie es der Zufall so wollte, waren doch tatsächlich auch ein paar Bekannte vor Ort. Unter Ihnen sehr ambitionierte Fahrer. Wie auch immer ich hab mich gefreut den Peter mal wieder zu sehen. Und egal wie viele Runden man fährt oder wie schnell man ist. Hut ab vor jedem der hier antritt. 

 

Die Hardware

Noch ca. 2 Stunden bis zum Start und eigentlich hatten wir nichts mehr zu tun außer Bike`s checken , Ballast loswerden und die offizielle Teambesprechung schwänzen. Die letzten beiden Punkte konnte man prima verbinden, denn Schweiger wusste zu berichten, dass im Mediencenter die Toilettensituation hervorragend ist. Übrigens Mundhygiene ist natürlich Pflicht.

Auf dem Rückweg zu unserer Base schnell noch etwas Kuchen auf die Achse geschmissen und dann ran an die Bikes. Könnte aber auch sein, dass wir erst die Bikes und dann…Wie auch immer!!! Unser sensibles Hochleistungsmaterial musste natürlich noch etwas gehätschelt werden. Taucher versuchte sich durch konsequentes anstarren und daneben setzen mit seinem Leihrad vertrauter zu machen bevor er dann doch die ersten Fahrversuche unternahm. Schweiger präparierte und modifizierte eifrig sein Hinterradbremssystem. Ziege blieb ganz entspannt und ich verteilte hier und da etwas Öl und Luft. Gerade die Luft sollte aber noch für eine ordentliche Schrecksekunde sorgen. Schweigers Mäntel hielten den  verordneten Druck (8 Bar/zugelassen 6,5 Bar) nicht aus und verformten sich gewaltig. Gut das sie nicht ... Au weia!!!

 

Start   Runde 1

12.45 Uhr Asspain 2008  

Wir rollen zum Start und schließen uns am Ende der Boxengasse an das riesige Starterfeld an. Schweiger setzt die erste Runde aus. So sind wir zu dritt und die Jungs von The Fantastic Four  als auch wir endlich losrollten.

Die erste Runde führte ein Stück über die neue GP Strecke durch das Fahrerlager und bog dann auf die Nordschleife. Ich wollte die erste Runde vorsichtig loslegen und dann mal schauen.

Zunächst mal gings’s gewaltig bergab. Nach einer kleinen aber steilen Rampe schlängelte sich die Strasse zur Fuchsröhre hinunter. Es war echt irre. Ich rollte ganz locker, aufrecht mit 70 Sachen dabei wurde ich ständig von Fahrern überholt, so dass ich den Eindruck hatte ich würde stehen. In der Fuchsröhre war ein Geschwindigkeitsanzeiger installiert und ich konnte im vorbeirollen 70 KM/h erkennen. Dann hab ich mich aber lieber auf die Strasse konzentriert und das war wohl auch besser so, links und rechts lagen nämlich schon 2 oder 3 mit schmerzverzerrten Gesichtern auf dem Grünstreifen. Der Krankenwagen war übrigens häufiger zu hören. Gerade auf den Abfahrten habe ich später auch noch einige brenzlige Situationen erlebt, die vor allem durch verlorene Luftpumpen, Lichter, Bananen… bedingt waren. Aber auch der „nach mir die Sintflut“ Fahrstil einiger Experten konnte ich beim besten Willen nicht verstehen. In Bredenscheid angekommen begann dann der Aufstieg mit einer Rampe, weiter gings am „Bergwerk“ vorbei hoch zum Karussell, gefolgt von der Rampe hinauf zu Hohen Acht.

Taucher war die ganze Zeit an meiner Seite und wir sind gut oben angekommen. Im Übrigen musste keiner aus unserem Team an dieser Stelle schieben aber viele andere nahmen diese Passage lieber zu Fuß. Dann wurde die Strecke eher wellig, obwohl es stetig weiter bergauf ging. Nach dem Schwalbenschwanz erreichten wir die Döttinger Höhe wo uns ein leckerer Gegenwind begrüßte. Noch zwei Wellen und dann kam die Zielgerade in Sicht.  

 

Runde 2

Tja, dann kam der Regen und den fand ich echt SCH…Es war kalt, kalt und nochmals kalt. Meine Stimmung sank mit der Kälte. Ich hatte zwar eine Regenjacke eingepackt und auch Überschuhe an, hatte aber dummerweise das Schutzblech und die kurze Regenshort vergessen. Die Strasse war rutschig und meine Laune ging in den Keller. Der erste Anstieg im Regen war dann nicht mehr so lustig.

Runde 3

Kaum im Ziel hörte der Regen auf und es sah wieder besser aus. Schutzblech dran, Regenhose an, trinken, Riegel, weiter. Die Abfahrt war eisig. Beim Anstieg fühlte ich mich plötzlich schlecht. Neben der Bocklosigkeit setzte auch prompt wieder der Regen ein. Ich dachte ständig darüber nach ob ich vielleicht aufhören sollte weil es mir ja eh nicht so gut ging und so weiter.

 

Runde 4

Als ich die dritte Runde beendet hatte wollte ich aufhören oder Pause machen. Hab mir erstmal trockene Sachen angezogen. Schweiger oder Ziege hatten nen Tee gekocht. Ich schlürfte ne Tasse und entschloss mich dann doch noch mal auf die Strecke zu gehen. Die Abfahrt war in den trockenen Sachen angenehm. Nach dem Anstieg war ich allerdings wieder nass und diesmal vom schwitzen. Insgesamt ging’s mir aber etwas besser.

Runde 5

Die Straße war abgetrocknet und das Feld hatte sich entzerrt so dass ich auch etwas mutiger wurde. Fuchsröhre mit knapp 90 KM/H. Auf der Abfahrt nach Bredenscheid legte sich vor mir einer voll auf die Schnauze als er mich bei 70 überholen wollte. Huch da war der Asphalt wohl doch noch nicht ganz abgetrocknet. Obwohl er ordentliche Schürfwunden hatte und das Trikot seine Passform gänzlich verloren hatte, beteuerte es ginge ihm gut. Bevor ich mich versah gab er weiter Gas. Ich nicht mehr. Am Anstieg regnete es übrigens wieder (verflucht)

Runde 6-8

Mit Einfahrt in die Boxengasse war der Regen Geschichte und das sollte auch so bleiben. Mit Schweiger ging es in die Nacht und das war echt ein besonderes Erlebnis. Wir blieben mehr oder weniger zusammen. Spätestens an der Hohen Acht trafen wir uns an der Verpflegungsstation um die letzten Gegenwind-Kilometer gemeinsam abzuspulen. Kurioserweise fühlte ich mich in de 8. Runde bestens und war plötzlich voll da. Am Ende haben wir sogar noch sinnlos Körner verschleudert. Gegen 23.30 war die 8. Runde komplett. Ich überlegte kurz ob ich weiterfahren sollte hielt es aber dann für besser ne Pause zu machen.

 

 

Die Nacht

Also trockene Sachen an, ab zu Verpflegungsstation; Nudeln tanken. Die Organisation ist übrigen super da gibt’s nix dran zu mäkeln. Leider haben die Nudeln nicht geschmeckt aber ich hatte irgendwie sowieso keinen Hunger. Dafür aber einen Colaflash, so dass ich im eigens aufgebauten Wurfzelt direkt neben der Strecke nicht einschlafen konnte(1 Uhr). Konsequenter Weise hatte ich natürlich keinen Schlafsack dabei was bei 7 Grad auch ne super Idee war. Also alles angezogen was ich noch an trockenen Klamotten hatte, auf die Isomatte gelegt und in Transportdecken eingemümmelt. Minuten verronnen wie Sekunden. Kein Schlaf. Schwer zu sagen ob ich nicht doch mal weggenickt war. Irgendwann konnte ich nicht mehr auf der Matte liegen. Es ist drei Uhr. Als ich aus dem Zelt kroch machte sich Ziege für seine Nachtrunden startklar und ich nahm dankbar seine Position auf der Luftmatratze ein. Schlafen konnte ich aber immer noch nicht. Schweiger schnarchte neben mir, dann kam Ziege wieder rein, riebt sich trocken und legt sich pennen. Draußen dämmerte es bereits.

 

Sonntag

 

Runden 9-12

 Taucher organisierte für uns einen Frühstückskaffee und nach einer sanitären Entspannungsphase ging es los.

Kein Regen, aber frische 10 Grad, und der gleiche Wind wie am Vortag.

Wie spulten unser Programm wie gehabt und es lief gut. Taucher bekam dann Knieschmerzen und stieg aus obwohl er sich sonst gut fühlte. Ziege zollte seinem Rücken Tribut. Nach Runde 11 dachte ich „ is ne schöne Zahl; hör auf“ aber Schweiger wollte eine mehr als letztes Jahr fahren.

Und so gingen wir gemeinsam (meine 12. seine 9. Runde) die Abschlussrunde an. Inzwischen war es richtig voll auf der Strecke da inzwischen die RTF gestartet war. 13.45 Uhr rollten wir über die Ziellinie und sackten die wohlverdienten Orden für unser Team ein. Am Zelt gabs natürlich ein Siegerbier was mir wieder mal nicht geschmeckt hat.

 

Ergebnisse:

 

Taucher           5 Runden

 Ziege               6 Runden                                                            

 Schweiger        9 Runden

 Flip                12 Runden       Zeit 13.00,40 Std.       Schnitt 21,76 Km/h = 1.05,00 Std. pro/R   5700 Hm  (Runde=23,5 Km)

 

Platzierung:  (http://www.radamring.de/de/mtb/ergebnislisten/)

 Asspain 2007                           457      von      485                  14 Wertungsrunden

 The Fantastic Four                    479                                           Wertungsrunden

 Sieger:

 Team Voba RSV 06 Nattheim 1                                              34 Wertungsrunden

 

 

 

Es hat riesigen Spaß gemacht!!! Nächstes Jahr wieder? Im Team oder Einzel? Ich bin dabei!!!