31.07.2009  Die grüne Hölle RAR 2009

Es ist Freitag Nachmittag und ich stehe nach einigem hin und her bei Ralle vor der Tür wo Team Assapain 2009/2010 schon fleißig mit dem beladen von Ralles Wohnwagen beschäftigt ist. Leider werden wir nur zu dritt zur grünen Hölle aufbrechen, da Taucher zurückgezogen hat (radamringus interruptus)

Gut gelaunt geht es wenig später gen Ring und um 19 Uhr reihen wir uns in die Schlange der Wartenden. Hier starten wir noch die letzten Versuche, unser Team zu komplettieren, aber wen wir auch anrufen, keinen hat Zeit. Besonders tragisch ist, dass unser Asspain Rookie 1999 (Ingo) ebenfalls absagen muss. Solche Endtäuschungen spülen wir allerdings sofort mit einem Kaltgetränk unserer Wahl herunter, denn ab jetzt darf der Blick nur nach vorn gehen. Kurze Zeit später rollen wir auf den Ring und im Schritttempo geht es zur Parzelle "C 70" , die für die nächsten Stunden unsere "Base" sein wird. Schweiger testet mit Änhänger schon mal die Ideallinie und prompt werden wir innen überholt. Dann ist der Standplatz erreicht und wir richten uns ein. Optimaler Platz und obwohl anders vorausgesagt mit Strom. Neben uns parkt ein 4,5 t Materialwagen von einem anderen Team die mit drei 4er-Teams am Rennen teilnehmen. Mit ordentlich Gerstenkaltschale wird das Grillgut hinuntergespült und wir genießen einen ruhigen Sonnenuntergang.

 

C 70

Lecker?!

01.08.2009 The Race

Da ich nicht am Wettschnarchen teilnehmen wollte, wache ich Samstags gegen 7 Uhr im Wurfzelt auf. Nachdem ich mich herausgeschält hatte registriere ich um uns herum eifrige Geschäftigkeit. Irgendwelche Patienten radelten bereit in vollem Outfit über den Ring und ständig joggten Menschem mit schwarzen oder weißen Kniestrümpfen an mir vorbei. Wenig später saßen wir auf der Strecke und Frühstücken. Teilweise verwundert beobachten wir, während wir uns Müsli mit Banane reinschaufelten das Bunte treiben. Dann wuden nacheinander die Läufe gestartet und unglaublich viele "Läufer" begaben sich auf die Strecken. Da es bis zum Start noch dauerte, wanderte unsere Aufmerksamkeit nun zu unseren Bikes. Schon gestern wurde das ein oder andere schon erledigt aber nun ging es um den Feinschliff.

Schweiger wird von der Presse verfolgt

 

Ralle organisierte sich noch ein Lenkerband welchesumgehend montiert wurde und Schweiger versuchte sich ein weiteres mal an seiner Schaltung. Irgendwann war aber auch die letzte Reparatur erledigt und wir näherten uns der Teambesprechung "Ralle ging freiwillig". Wie zu erwarten nix neues, aber wir hatten wenigstens nicht geschwänzt.  Dann warfen wir uns in Schale und konsultierten ein letztes mal den Sanitärbereich ,bevor Ralle und ich uns am Ende des Feldes einreihten (Schweiger wollte bei C 70 zu uns stossen). Kurz bevor es losging feuerten wir noch die  diversen 70 und 140 Km Fahrer an. Direkt neben uns stand dann plötzlich ein Team und tatsächlich da war Jan Ullrich und kein Reporter weit und breit. Komisch weder Ralle noch ich waren von Ehrfurcht erfüllt, aber dafür war auch keine Zeit denn im selben Moment wo Mike Kluge mit seinen 2000€ Carbonfelgen aus Spaß durch das Kiesbett pflügte ertönte der Startschuss und das Rennen begann.

 

1. Runde

Gemächlich rollten wir in die erste Rund. Bei C 70  kam Schweiger dazu und wir rollten locker los. Es war schön und warm und so war die erste Abfahrt ein Traum. Ab Bredenscheid in den Anstieg und irgendwie ging alles schnell und wir waren oben an der hohen Acht.  Wie üblich in der ersten Runde kam uns alles halb so schlimm vor. Ralle hatte zwar mit seiner 39 / 25 Übersetzung zu kämpfen, aber "nennt mich Ralle-Lance" nahm das zu diesem Zeitpunkt mit der nötigen Gelassenheit.

2.- 6. Runde "die Hölle"

Zunächst war ich noch nicht beunruhigt, als massives geglugger aus meinem inneren zu Beginn der 2. Runde an mein Ohr drang (das sollte sich aber massiv ändern) Mit Ralle gings weiter, während Schweiger eine aussetzen wollte. Abfahrt mit 85 Ralle über 90. Bergauf wurde mir dann Übel aber es hielt sich noch in Grenzen. Trinken oder Essen wurde ab da von Brechreiz und Magenschmerzen  begleitet. In der 3.  wurde es so schlimm, dass ich absteigen und mich übergeben musste. Irgendwie kam ich ins Ziel und legte erstmal ne Stunde Pause ein in der ich versuchte zu trinken und zu essen. Mittleweile hatte ich meinen Antrieb auf "Methan " umgestellt als ich gegen 18 Uhr in meine 4. Runde ging . Hier musste ich mich dann mehrfach in die Büsche schlagen. Die 4. und die anschließende 5.  Runde waren im wahrsten Sinne des Wortes "Scheiße"  Ich war kurz davor aufzuhören und hatte absolut keinen Bock mehr. Nach weiteren 3 Stunden Zwangspause begab ich mich gegen 22.30 auf meine erste Nachtrunde.

 

Runden 7- 12

Nach der 6. Runde war ich vollig entkräftet und brauchte wieder ne Pause.So hatte ich mir meine 24 Stunden nun wirklich nicht vorgestellt. Gegen 1.30 stieg ich von Schlaflosigkeit und Übelkeit hellwach nochmals aufs Rad. Die Abfahrt lief Prima und mir war kaum schlecht es rumpelte zwar noch immens aber ein Silberstreif war am Horizont zu erkennen.

 Ralle

Als ich zurück war, wagte sich Ralle auf eine Nachtrunde und verschwand in der Dunkelheit. Ich schnappe mir eine Flasche Cola und legte mich in Auto mit dem Plan ,Ralle in der nächsten Runde abzulösen. Ca. 20 Minuten später kam Ralle allerdings schon wieder, leider mit dem Fahrrad in der Hand. DIAGNOSE  Schaltwerk abgerissen. Da war nix mehr zu machen. Der 24 Stunder Reparaturservice hatte leider doch Nachts geschlossen und selbst bei den anderen Teams gabs kein Schaltauge.

 

Angenervt steigt Ralle Stunden später auf Schweigers Rad  und gerät auf den letzten Kilometern prompt in den aufkommenden Regen. Ich beschloß gegen 4 Uhr keine Regenrunden im dunkeln zu fahren und legte mich erstmal ins Wurfzelt.

Schweiger

Auch Schweiger hatte in der Nacht mit Problemen zu kämpfen. Die neu eingestellte Schaltung versagte völlig ihren Dienst. Mit total verschmierten Händen und nur einem Gang durch die Nacht war wohl auch kein Vergnügen.

7:00 Uhr; Der Morgen graute schon als ich mit gemischten Gefühlen aufs Rad stieg. Und ??? es lief ganz gut und von Runde zu Runde wurde es besser. Begleitet von Ralle gings in die 8. und ich näherte mich doch tatsächlich doch noch 10 Runden.In der 10 war die Übelkeit weg und als die 11. vorbei war gings wie letztes jahr mit Schweiger in die letzte Runde. Meine 12. und seine 9. Wer hätte das gedacht.

 

Ergebnisse:

Ralle              7 Runden   164,5 KM  3850 HM

Meinen höchsten Respekt. Aus der kalten Buchse so eine Leistung das sucht schon seinesgleichen. Glückwunsch!!!  Trainier für nächstes jahr besser nicht ,dass könnte deinen Körper nur unnötig verwirren.

Schweiger      9 Runden   211,5 KM  4950 HM

Flip              12 Runden   282,0 KM  6600 HM   22,61 Km/h  1:03 Std pro Runde

 

Teamwertung:

Team Asspain 2009/2010    18 Runden  Platz 422 von 473

Siegerteam:

Collos Radteam                  34 Runden

 

Nächstes Jahr greifen wir an !!!! 

Ziel ein Platz unter den ersten 250 !!!

 

ASSPAIN

 

 

 

 

29.07.2009

So endlich kommt etwas Bewegung in die Sache. Die ersten Einkäufe sind erledigt und unsere Parzelle steht auch fest (c70).

 

 

03.07.2009

AP-Teamchef "bergab" hats zerlegt.(http://fischer-skiing.de/) 4 Wochen Pause und ein neues Rad sind fällig.  Taucher hat angeblich das Training aúfgenommen; Ralle nicht!

 

17.05.2009

Nach neuesten Erkenntnissen ist der Trainingszustand des AssPain-T (AP-T) bis auf wenige Ausnahmen als eher schlecht zu bezeichnen. Jungs noch 2 1/2 Monate !!! Taucher ist dem Tennis verfallen, Schweiger dem Skifahren und Ralle ist froh das er lebt. Wie auch immer.

ASSPAIN!!!!

 

RAD AM RING 2009

so früh stand das Team Asspain für RAR wohl noch nie fest. Wenn alles glatt geht starten in diesem Jahr:

Schweiger   -Teamchef bergab- Asspain 99,07,08

Taucher       -Mentales Training , Materialwartung- Asspain 07,08

Ralle            -nennt mich Lance- Asspain 99

Flip              -Teamchef bergauf- Asspain 99,08

 

Schweiger hat alles eingestielt und uns ne gute Parzelle gesichert. Der Masterplan sieht vor dieses Jahr schon Freitag anzureisen!!!

ASSPAIN!!!!