23.05.2014 Anreise
Mit dem sicheren Gefühl etwas vergessen zu haben begab ich mich am Freitag zu Ralle wo wir gemeinsam mit Schweiger gen Alfsee starten wollten. Nachdem alles im Wohnwagen verstaut war gings auch direkt in den Stau. Das war ja nicht anders zu erwarten gewesen und so blieben wir tiefenentspannt bis uns die Autobahn immer näher an unser Ziel brachte. Langsam wurde ich etwas kribbelig. Dank modernster Technik hatten wir auch schon Kontakt zu Taucher, Daniel und Thorsten welche von Soest aus gen Alfsee aufgebrochen waren. Schließlich tauchte der Alfsee neben uns auf und schon konnte man erste Streckenabsperrungen erkennen. Kurze Zeit später enterten wir den Campingplatz. Nachdem wir die 2. Fahrgemeinschaft begrüßt hatten orientierten wir uns zunächst etwas.
Mein Akkreditierungsversuch wurde gleich zu Anfang unterbrochen, da zwingend jeder Teilnehmer eine Einverständniserklärung (2 Seitig sehr klein geschrieben) zu unterzeichnen hatte. Der Einwand eines Teammitglieds die Unterschriften im Namen der noch nicht anwesenden zu tätigen wurde sofort, vehement abgelehnt (für die nächsten 12 Std.)
So anders als erwartet und gewohnt gab es keine festgelegte Parzelle sondern nur eine sehr gepflegte Wiese, die wir auch sogleich besiedelten. Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks stand in Windeseile unser Basislager für die nächsten Tage. Nach so viel Anstrengung labten wir uns erstmal am Nudelbuffet bevor wir zurück am Wohnwagen natürlich noch eine gepflegte „Grillung“ starteten. Der Abend endete nicht allzu spät und wir verzogen uns in die Schlafsäcke. Nun ja ich nicht, denn ein Schlafsack hatte ich natürlich vergessen. Dank einiger Deckenspenden musste ich aber nachts nicht frieren.
24.05.2014 The Race
Erfrischt und erschrocken (wo war ich)erwachte ich gegen 6 Uhr. Als mir endlich wieder einfiel wo ich war dachte ich „ Ok bleib ich halt noch liegen“ Nach einigem hin und her gedrehe hielt ich noch bis 8 Uhr durch um dann aber schließlich doch aufzustehen. Die anderen waren auch teilweise schon wach. Gemeinsam mit Taucher schenderte ich, mit den Unterlagen, gen Start. Da das Einchecken erst ab 9 möglich war gings weiter zum Bäcker, wo wir Kaffee und Brötchen organisierten. Wieder an der Racebasis angekommen erwartete uns bereits ein üppig verzierter Frühstückstisch den wir ohne weitere Verzögerungen in ein Schlachtfeld verwandelten. Die Tischplatten sollten erst wieder beim Abbau sichtbar werden. So einige Dinge waren noch zu tun um in die richtige Rennstimmung zu kommen. Als erstes organisierte ich nun endlich die Startunterlagen. Dies gelang ohne weitere Probleme, da unser Bedenken bezüglich der … quasi weg waren. Vollbepackt mit Bändchen und Transpondern kehrte ich zu den anderen zurück, die bereits mit Radpflege etc. beschäftigt waren. Die Stimmung und das Wetter waren super. Endlich trudelte auch Andreas ein der seine Familie mit im Schlepptau hatte. Später kam auch noch Daniels Familie. So waren wir ein recht großer Haufen und wuselten munter vor uns hin. Leider erreichte uns zu diesem Zeitpunkt die Absage unseres ASSPAIN 99 Gründungsmitglieds Ingo. Nach kurzer Fassungslosigkeit und Schreckstarre konnten wir, Dank Daniel, unseren Geheimjoker Olli, welcher Ingo am Sonntag geplant ablösen sollte schon aktivieren. Es bedurfte keiner weiteren Überredungskunst, Olli war heiß auf das Rennen. Nun ging es zur Streckenbesichtigung. Ralle meinte später „ alles super fehlten nur die Mountain beim Mountainbiken“ Und in der tat so war es. Die Strecke schlängelte sich um den Alfsee welcher von einem ca. 10 Meter hohen und breiten Gras Wall umgeben ist. Teile der Strecke führten über befestigte/ betonierte Wege. Technisch schwierige oder hakelige Passagen gab es eher wenige aber die scheinbar „leichte“ Strecke sollte später unter Rennbedingungen ihr wahres Ich offenbaren.
Gegen 13 Uhr startete das Briefing zu dem Daniel abgeordnet wurde. Allerdings konnten wir das meiste mithören, da wir nicht sonderlich weit entfernt waren. Dank Schweiger Race-Plan, den er wie nebenbei entworfen und sogleich in eine Excel-Tabelle gegossen hatte, stand einem Start nun nichts mehr im Weg. Plötzlich ein neues Gesicht zwischen den Akteuren, Olli war angekommen. Daniel sollte das Rennen eröffnen und so begleiteten wir ihn gegen 13:45 zum Start.
Paff los gings, die Profiteams schossen in die erste Kurve hinein und irgendwo Mittendrin in dieser Metallschlange begab sich auch Daniel, angefeuert von unseren Rufen, auf die Strecke.
Wir planten 35 er Rundenzeiten. Dank des Excel Gottes und der sehr mächtigen WENN DANN Funktion konnten wir die aktuell gefahrenen Zeiten einpflegen und somit die nächste Startzeit sehr genau bestimmen. Gegen 14:10 setze ich mich auf Spinning Bike zum warmfahren. Ralle hatte das Teil organisiert und es sollte uns in den nächsten Stunden sehr gute Dienste leisten. Ich war mehr als aufgeregt als ich mich in die Wechselzone begab. Es war heiß und schließlich kam Daniel in Sicht.
1.Runde/ 32:43 min
Ich hörte das Klacken als sich der flexible Staffelstab um meine Hand wickelte und rannte los übersprang den Baumstamm welcher die Begrenzung der Wechselzone darstellte und sprang aufs Bike. Feuer Frei!!! Paff Puls 173 als ich mich die erste Trail Passage entlang schlängelte. Vor mir jede Menge Biker welche ich nicht überholen konnte. dann die erste Abfahrt und etwas Platz. Nach dem nächsten Anstieg wollte ich den Haufen überholen und es gelang. Keine 200 Meter weiter an einer erneuten Engstelle wollte ich noch schnell 2 Fahrer kassierern, als ich sich beim Überholvorgang ein herumliegendes Absperrband an meiner Kurbel verfing. Ich hoffte es würde sich in der Weiterfahrt herausziehen aber leider tat es genau das Gegenteil. Ein klitzekleines bisschen genervt stieg ich ab und riss gefühlte 20 Meter von der Kurbel und der Bremsscheibe welche sich ebenfalls schön eingepackt hatte. So nun hatte ich die zuvor überholten Fahrer wieder vor mir. Rauf, runter , Matschweg, Supermatschweg endlich kam die Passage wo ich Druck machen konnte. Es war praktisch eine gerade welche nur von 3 Deichauffahrten unterbrochen war. Leider gab es hier aber auch ordentlich Gegenwind. Als der Wendepunkt erreicht war bekam ich Kopfschmerzen. Der Puls war immer noch zu hoch als ich mich über einen Matschweg auf dem meine Bereifung keine gute Figur machte auf den Rückweg begab. Dann kam die Kotz-Pasage der Strecke. Eigentlich eine harmlos aussehende Wiese aber man hatte das Gefühl über Pattex zu fahren. Weiter gings zu einer weiteren Schlüsselstelle. Innenhalb von 500 Metern ging 4 mal den Deich hoch und kreuz und quer und ringsherum um eine Art Bootshaus. Nach dem letzten Anstieg war das Ziel schon in Sicht noch ein oder zwei Schikanen und eine rappelige Wiesenpassage dann kam die Wechselzone. Mit Vollgas schoss ich auf die letzte Brücke zu umrundete das Besucherzentrum und kam mit dem Staffelstab im Mund wieder in die Wechselzone. Klack Übergabe, erste Runde geschafft (Pulsschnitt 170)
Das war nicht so locker wie ich gehofft hatte. Einer nach dem anderen ging auf seine erste Runde. Wir kamen langsam in das Rennen. Irgendwann gelang es uns die online Zeitmessung mit unseren Handys zu verbinden. Nun konnten wir direkt sehen was unsere Anstrengungen Wert waren. Wir pendelten um die 33 Minuten pro Runde. Nach einer erweiterten Nahrungsaufnahme versuchte ich zu relaxen. Ich war zu aufgeregt und mein Magen drehte sich auch schon in alle Richtungen. Dann kam Olli, und verdammt er hatte sich direkt gemault. Zu unserer Erleichterung waren die Verletzungen aber so dass einer weiteren Teilnahme nichts im Wege stand. Na ja das Vorderrad brauchte eine kosmetische Schnellzentrierung (Gut das er das Rad nur geliehen hatte)
2.Runde /31:40 min
Ich kann gar nicht sagen ob es was Besonderes gab. Obwohl großer Schreck 20 min vor meinem Start ; Platten!. Schnell den Schlauch gewechselt und aufgepumpt. Trotzdem war ich in der Wechselzone unsicher, ob ich nicht einen defekten Schlauch eingebaut hatte, also übernahm ich von Daniel nicht nur den Staffelstab, sondern auch die Pumpe. Ich hatte freie Bahn, aber Pech das ich keine Begleitung auf der Gegenwind Strecke hatte. Mein Puls war niedriger und ich merkte, dass es besser lief. Ich trat dickere Gänge und…. war schneller.
Mein Magen grummelte als ich gen Dusche ging. Vor den Nachtrunden wollte ich Relaxen. Nach einem ausgiebigen Mahl im Fahrerlager legte ich mich ab und schlief etwas.
25.05.2014 The Race
3.u.4.Runde /33:26 min ; 33:19 min
Um 0:30 Uhr machte ich mich bereit für meine Nachtrunden. Mein neues Licht war bereits von Olli auf seiner Nachtrunde für gut befunden worden und so plagte mich nur die Angst ob auch der Akku halten würde. Er hielt, und wie immer waren die Nachtrunden etwas ganz besonderes. Alles war irgendwie gedämpft und unwirklich. Ich fühlte mich gut und kam sehr gut durch. Das Licht ist der Hammer! Leider war meine Helmbefestigung suboptimal. Ich musste den Kopf etwas zu stark in den Nacken nehmen. Aber das war bei einer Stunde Fahrzeit kein großes Problem. Mitte der 2. Runde merkte ich meine Beine, aber ich konnte das Tempo halten. Selbst die Profi Teams verloren in der Nacht 2-3 min pro Runde und so ging es mir und uns auch.
Nachdem ich an Andreas weitergegeben hatte montierten wir das Licht an Thorstens Helm. Knapp 1 Std. später begleitete ich ihn in die Wechselzone wo er von Andreas übernahm. Meine Schicht war zu Ende und ich legte mich wieder ab. Nächste Runde 8:30 Uhr oder so?!
Ich erwachte und fühlte mich KO, draußen konnte ich hören, dass bereits gefrühstückt wurde. Ich pellte mich heraus und begann auch widerwillig zu essen und zu trinken. Die Stimmung war gut. Wir hatten in der Nacht den 8. Platz erobert und wollten jetzt alle nochmal Gas machen. Na ja fast alle.
5. Runde /31:46 min
Wieder auf der Strecke merkte ich schon nach dem 1. Drittel die Müdigkeit. Mein Puls kam nicht mehr über 160. Trotzdem war ich nicht langsam und die nun guten Streckenkenntnisse taten ihr übriges um meine Zeit nochmals zu verbessern. Im Ziel wurde ich vom Kommentator als Interviewopfer ausgemacht. Zunächst übernahm Daniel, dankte unserem Sponsor und dann gab ich auch noch dem einen oder anderen Kommentar ab.
Langsam schnupperten wir Ziel Luft. Jetzt begann das große Taktieren. Es bestand eine gute Chance auf einen kompletten Rundengewinn wenn wir es schaffen würden den letzten Fahrer um 13:59 Uhr auf die Reise zu schicken. Schweiger opferte sich selbstlos diesem Ziel und gab seine Runde an Thorsten, unseren schnellsten Fahrer, welcher nun auf eine Doppelrunde ging. Der Plan ging auf. Mit zwei Wahnsinnsrunden (29:51 u. 29:41) schicke er Daniel ins Rennen und mir wurde immer mulmiger da alle nochmals ordentlich aufgekratzt waren.
6. Runde /30:41 min
Daniel war schnell (30:19). Er übergab mir vor der errechneten Zeit den Staffelstab und ich rannte was das Zeug hielt. Ich gab alles und quälte mich durch die Landschaft. Ich überholte und überholte. Gerade die Teams und Einzelfahrer rollten nur noch im Bummeltempo um den Kurs. Dann Plötzlich kam ich fast zu Sturz als es bei einem Überholmanöver ein Missverständnis gab. Kurze Brülleri und weiter gings. Gas,Gas, Gas und weiter. Ein letztes mal noch und während ich mich noch anfeuerte kreuzte absolut unerwartet eine Frau auf einem Fahrradweg vor mit auf. Knaaarrz!!! voll in die Eisen und Uahgg!!! wieder voll anlatschen. Ziel in Sicht und auf der letzten Rille übergab ich an Andreas.
Auch Andreas wuchs nochmals über sich hinaus und so fehlten uns am Ende nur knapp 4:47 min zu einem weiteren kompletten Rundengewinn. An unserer Platzierung hätte dies allerdings nichts mehr geändert. Glücklich es geschafft zu haben gratulierten wir uns zu unserer Leistung.
Was für ein Event.
Es kribbelt!!!
Nicht mehr lange dann ist es soweit!!! Die letzten Trainingseinheiten werden absolviert die Räder geputzt und streckenfein gemacht.
Alfsee wir kommen!!!
So die Vorbereitungen laufen. Alle Athleten befinden sich in mehr oder weniger, ihren Möglichkeiten entsprechend in oder auf dem Weg zur Topform.
Der 1. Zeitplan steht:
Freitags
Anreise: Ralle, Taucher, Schweiger, Daniel, Flip
Aufgaben: Platzsuche, Aufbau, grillen/Nudelparty
Samstag:
Anreise: Ingo, Andreas“+“, Thorsten
Aufgaben: Aufbau Teil 2, Radpflege, Frühstück
Spätestens 12.00 Uhr Teambesprechung/Startreihenfolge/Transponderübergabe…
14.00 Uhr Start
Sonntag:
14.00 Uhr Rennende, Bis 16 Uhr Abbau Heimreise
Asspain
Wir begrüßen 2 neue Teammitglieder!!!
Taucher und Andreas ist es gelungen unseren Aufnahmetest zu bestehen. Nur noch ein Fahrer dann sind wir komplett.
Asspain 2014
Wir sind gemeldet!!!
26.01.2014
Die Anmeldung ist auf Montag verschoben da Taucher noch auf seine Freigabe wartet. Als Teamname zeichnet sich "Nippelspanner" ab, wobei "Bratwurstspeichen" besser passt.
22.01.2014
Das Team für den 24 Std. MTB Marathon nimmt langsam Form an. Im Moment sieht es so aus als könnten wir ein 8er Team an den Start bringen:
Teamaufstellung:
Daniel
Ingo
Ralle
Schweiger
Flip