XANTEN 2011

Unser ersten Teamstart bei einem Triathlon! Was würde das wohl werden. Wie immer Top vorbereitet und just in Time betraten wir gegen 10.45 Uhr den Wechselzonenbereich.

Das Wetter machte uns Sorgen, da mächtig dunkle Wolken in unsere Richtung zogen getrieben von einem munteren Lüftchen. Nachdem wir unseren Wechselplatz bezogen hatten viel uns überraschender Weise auf das garnicht mehr soviel Zeit bis zum Start verblieb. Als Folge dieser Erkenntnis begab sich Schweiger sogleich in seine eigens umgeschneiderte Neoprenhaut mit extra Armfreiheit.

Von Ralle geäußerte hydrodynamische Bedenken bezüglich der neuen Passform wurden aber sofort ausgeräumt. Es war gegen 11.05 Uhr als die beiden Richtung Schwimmstart aufbrachen. Gegen 11.15 Uhr überlegte ich ob es vieleicht Sinn machen würde mich etwas zu erwärmen.

Etwas unorganisiert begann ich hin und her zu joggen, dann nochmal kurz über die Absperrung gehüpft, dies und das gemacht und plötzlich kam über Lautsprecher das der Start bereits erfolgt war. Also zurück zum Wechselplatz, Schuhe an Helm auf und warten. Und plötzlich kam der erste aus dem Wasser rennend in Richtung Wechselbereich. Einige Zeit später der Nächste und so weiter.

Gefühlte 1000 Schwimmer später konnte ich endlich Schweiger erkennen wie er auf mich zurannte. OK los gings also!!! Chip gewechselt, Rad geschnappt und losgerannt.

Nach endlosen Metern rumgestolper kam endlich die Linie ab der man aufsteigen durfte. Ich nahm sofort Tempo auf und fuhr fast in einen vor mir aufsteigende Radfahrerin hinein. Nach 50 Metern kam ich auf die Strecke und fand mich sofort umzingelt von gut ausgerüsteten aber anscheinend suboptimal trainierten Sportlern. Die Geschwindigkeit mit der ich an ihnen vorbeiflog erschreckte mich. OK ich musste auch nur die 17 KM.  Puls 175, Zeit es etwas ruhiger angehen zu lassen. Nur nicht zu schnell angehen sonst brichst du in der 2. Runde ein dachte ich so und dabei viel mir ein, das ich ja nicht auf der Zeitfahrstrecke war wo die zweite Runde ja bei 17 Km beginnt.  Also doch  Vollgas  aber da kam auch schon der Wendepunkt in Sicht. Vor lauter überholen hatte ich das Schalten vergessen und so viel ich fast um, als ich nach der Wende im dicken Gang wieder antreten wollte. Es lief, die nochmals veränderte Sitzposition und der neue Sattel waren etwas ungewohnt aber Puls und Tempo stimmten. Auf Höhe der Wechselzone kam der Punkt ab dem der Wind frontal kam und ich fiel erstmals unter 40. Der Wind konnte was und ich musste Druck rausnehmen bis ich mich wieder berappelt hatte. Die 2 . Wende kam, und dan der Rückenwind. Tempo 50 dann wieder runter auf 42 - 43. Noch eine Runde dachte ich als ein stechen im Brustkorb langsam unangenehm wurde. Zu heftig geatmet oder  nicht ganz locker gesessen. Also nochmal etwas Druck raus einmal gerade hingesetzt und dann gings wieder. der 3. Wendepunkt war erreicht und ich fühlte mich gut, obwohl ich auf das Gegenwindstück nicht unbedingt scharf war. Weiterhin überholte ich ständig, teilweise sogar auf der Gegenspur weil es so voll war. Eine mächtige Böe bremste mich abrupt. Am Rand hatte mich"Schorsch" gerade noch angefeuert, jetzt hatte ich das Gefühl ich würde stehen. OK 36 ist zu wenig gib Gas. Mühsam beschleunigte ich auf 40  dann kam die letzte Wende in Sicht. Gleichzeitig entdeckte ich auf der Gegenfahrbahn den ersten Radfahrer der Staffeln. Ich zählte 30 Sek. dann war ich an der Wende. 60 Sek. konnte ich auf den paar Metern nicht mehr zufahren, trotzdem gab ich nochmal Vollgas. Der Abzweig kam so schnell das ich fast vorbeigefahren wäre. bei der Einfahrt in den Wechselzonenbereich stieg vor mir son Klappspaten ab und schob. Vollbremsung neu anlatschen, Scheiße! Irgendwann musste auch ich absteigen und rannte Richtung Wechselplatz, wo mich Ralle schon wild winkend erwartete.

Nummer und Chip tauschen ; Ralle war weg.  Keine Ahnung wie schnell ich war aber immerhin standen noch viele Läufer und warteten. Nach kurzer Erholung begab ich mich in den Zielbereich  wo wenig später auch Schweiger zu mir kam. Jetzt hieß es warten. Nicht lange dann kam der erste Staffelläufer. Dann länger nix und nun kamen immer mehr ins Ziel, wobei schlecht zu erkennen war ob es alles Staffelteilnehmer waren. Dann plötzlich taucht, mit leicht errötetem Gesicht, Ralle auf und rennt durchs Ziel. 

Asspain, es ist vollbracht. Nach kurzer Erholung ist auch Ralle wieder ansprechbar und wir feiern uns bei einem alc-freien Getränk einer bekannten Biermarke.

Zitat Ralle "nächstes Jahr wird alles anders" Ich glaube fast er will trainieren!!!!

So nun zum Ergebnis. Am Ende landen wir auf Platz 10 !!! Ein voller Erfolg vor allem wenn man sich die Zeiten anschaut. Aber so ist es halt.

 

Die Zeiten:

Schwim             Schweiger        00:09:55   Pl.S     27

Bike                  Flip                   00:29:06   Pl.R    05    Pl.n.R 10

Run                  Ralle                 00:21:18   Pl.L    14