8.-15.4.2017

826 KM 11500 HM

08.04.2017 #Anreise

Kuz bevor unsere Namen durch die Lautsprecher hallten gings durch die letzte Kontrolle ins Flugzeug. Gegen 20:00 Uhr enterten wir den Huerzeler-Bus und knapp eine Stunde später die Hotellobby. Dann bezogen wir zuerst die Zimmer bevor es gegen 22:00 Uhr  noch zum Nachtimbiss ging.

09.04.2017 Bikes,Rookies u. Cap Formentor 108 KM 1075 HM

Nach ausgiebigen Frühstück starteten wir zur Bikeausleihe. Auch die Huerzeler-Card, in deren Besitz einige von uns waren, konnte das Verfahren nicht signifikant beschleunigen. Egal, bei bestem Wetter teilten wir uns in zwei Neigungsgruppen.

Für die "Rookies/Rohdiamanten" galt es die Basics der "Rennradtechnik" im Rahmen einer ersten Runde kennenzulernen während die "Cracks" (Level 1-5 ) angeführt von Schweiger gen Inland aufbrachen.

Gespickt  mit diversen Übungen und Pausen purzelten die Kilometer nur so dahin.

Da der Nachmittag noch jung war entschloss ich mich noch zum "Cap-Formentor" aufzubrechen. Etwas antriebslos stürzte ich mich ins Getümmel. Irgendwie lief es nicht so recht und so enterte ich ordentlich angestrengt das" Cap". Mit jedem weiteren Kilometer wich mehr Power aus meinem Körper. Anscheinend hatte ich meine antrainierte Form wohl im Hotel vergessen. Trotz subjektiv gefühlt "grottiger" Leistung überholte ich ständig Leute. Leicht genervt und von Kopfschmerzen geplagt erreichte ich dann irgendwann das Hotel.

Dank an  "Bikehit"  (www.bikehit.de) für das Schlauchsponsoring. Somit waren die Platten "gratis"

DANKE !!!

10.04.2017 Arta 159 KM 1852 HM

Durch den Berufsverkehr gings heute mit den "Cracks" direkt nach Arta. Von hier aus zog es einen Teil der Gruppe zur "Ermita de Betlem"

Ca. eine Stunde später stärkten wir uns gemeinsam, bevor wir nach Manacor aufbrachen. Nun ging es zunächst über einen kleinen Umweg nach Petra. Bereits auf dem Weg dorthin reifte ein Plan den ich wenige Stunden später noch verfluchen sollte. Wenige Kilometer hinter Petra trennte sich die Gruppe. Lars führte Jörg, Marcus und Carsten gen Club, während Fabian, Matthias, Christian und ich gen "Inca "aufbrachen.

Nach 20 entnervenden Gegenwindkilometern war ich platt und rollte unter Wadenkrämpfen nach "Inca". An der Tankstelle versuchte ich die Akkus aufzuladen was leider nicht gelang. Immer knapp unter Krampfniveau strampelten ich gen " Lluc" Aua !!! Wozu was das gut? Auf letzter Rille erreichte ich flankiert von den anderen das Hotel. Maximal frustriert stopfte ich beim Abendessen rein was ging. Schlecht gelaunt gings in eine unruhige Nacht.

11.04.2017 Sa Calobra 123 KM 2244 HM

Heute rollte das gesamte Team zunächst nach "Campanet". Dann gings hinauf zur Ermita Santa Magdalena. Der Plan heute etwas ruhiger zu fahren wurde im Keim erstickt, als ich mit einigen wiederum gen Inca aufbrach. Doch auf wundersame Weise hatte sich das Blatt gewendet und mein Körper "superkompensiert". So als wäre gestern nix gewesen, erklomm ich locker den Anstieg nach "Lluc". Von hier aus gings zu viert auf die nächste Etappe.

An der Seite von Christian, Marcus und Matthias schickten wir uns an nach "Sa Calobra" zu fahren. Wie immer ein beeindruckendes Erlebnis. Unten angekommen absolvierten Marcus und Matthias den obligatorischen Buchtbesuch bevor wir nach einer Regenerationscola den Rückweg in Angriff nahmen. Was soll ich sagen "es lief" . Nun gings zurück und plötzlich schien sich mein Körper an sein radfahrerisches Können zu erinnern. Zisch...Nach der Abfahrt gen "Pollenca" blieben sogar noch Körner übrig um diese gegen den Wind zu verballern.

12.02.2017 Felanitx 127 KM 961 KM

Eine Altlast aus dem vergangenen Jahr stand noch auf meiner Wunschliste und so führte ich die Gruppe in Richtung "Felanitx". Nach zwischenzeitlicher Defragmentierung perlte schließlich Jörg als erster aus der Formation, gefolgt von Carsten und Lars. Nach späterer Fusionierung traten sie dann auch vorzeitig den Rückweg an.

Wir anderen schickten uns an den Klosterberg "Santuari de Sant Salvador" zu erobern. Uff, den hatte ich deutlich leichter in Erinnerung. Unter leichtem Fluchen erreichte ich den Gipfel. Wie immer entschädigte die Aussicht für die Mühen. Nach rauschender Abfahrt gings zum örtlichen Supermarkt wo wir unsere Tanks füllten. Die nächsten 20 KM bis "Sineu" versuchte ich die Truppe bei maximler Geschwindigkeit zusammenzuhalten. Hier legte Christian"light"sein erstes Meisterstück ab und biss sich durch die Ebene. Hut ab!!!.

Auf dem Weg nach Muro siegte ausnahmsweise die Vernuft und so bogen Fabian und Matthias nicht nach Inca ab. Die letzten Meter über"Sa Pobla" und "Alcudia" spulten wir fast schon Routinemäßig ab. Allerdings nervte mich der Gegenwind immens. Elle und Speiche beschlossen dann doch noch eine Extratour und trennten sich kurz vor "Alcudia".

13.04. 2017 Soller 158 KM 2848 HM

Zuhnehmend differenzierte Interessen der Campteilnehmer bedurften individueller Betreuung. So startete ich mit Christian"light" und Manni nach "Selva". Hier bog Manni gen" Inca" ab während Chris."l" mit mir in den Anstieg nach Lluc ging.

Danach bog Chris."l" gen Kloster, zwecks Besichtigung, ab. Kurz zuvor waren mir schon Steffi und Schweiger begegnet und nun machte ich mich auf Christian am "Puig Major" zu treffen. Kurz hinter der Calobra Bude überholte mich ein Team, an das ich mich zunächst heranhängte. Nach dem ersten Flachstück suchte ich meinen Tritt und rollte locker hoch.

Hinterm Tunnel wurde ich schon erwartert. Gemeinsam gingen wir in die schier endlose Abfahrt. Kurz vor Ende bogen wir nach "Fornalutx" ab  und wenig später waren wir in "Soller". An der örtlichen Tanke füllten wir unsere Flaschen um direkt den nächsten Anstieg, den "Coll de Soller", zu überwinden. Ein Rollerberg, wie Christian später bemerkte. Mit quietschenden Bremsen gings in die nächste Abfahrt bis "Bunyola", wo wir gen "Orient" abbogen.

Wir überquerten den Pass, durchquerten Orient und genossen wiederum eine rauschende Abfahrt, diesmal nach "Alaro". Wow!!! Über "Lloseta" gings gegen den Wind nach "Selva". Nun hatten wir 2 Optionen, entweder weiter gegen den Wind oder nochmals hoch zum Kloster.

Nach kurzer Verpflegungspause im örtlichen Supermarkt nahmen wir den Anstieg unter die Hufe. Christian meinte es Ernst und fuhr mit 13 Km/h in die ersten Serpentinen. Hmm... Aber es lief  und schließlich merkte ich, das ich noch einen Gang dicker fahren konnte und zog davon. Nach der Tanke jagten wir zum Kloster runter und ließen nicht nach. In der kommenden leichten Steigung erdreistete sich doch jemand uns zu überholen. Dies musste bestraft werden. Mit 70 Sachen ballerten wir in die nächste Senke hinunter und hätten uns dabei fast gemault, als ich einen Stein auf der Fahrbahn mit dem Vorderrad erwischte.Glück gehabt !!!

Mit verzerrten Gesichtern traten wir die letzte Welle hoch; geschafft ... Abfahrt. Wie üblich rollte Christian leicht davon, aber ich blieb im diesmal auf den Fersen. Unten angekommen wollte ich gerade beginnen die letzten Reserven zu mobilisieren da wurden wir erneut überholt. Mit 43Km/h übernahm ein Brite die Führung. Als er aus dem Wind ging zog ich vorbei und gab alles. Mit 50 flogen wir gegen den Wind durch die Ebene. Das ging auch nach Pollenca so weiter. Nachdem ich wiederum geführt hatte ging ich raus und wartete auf die nachfolgenden Fahrer. Da nach meiner Rechnung noch nicht alle Fahrer an mir vorbeigezogen waren schaute ich mich einmal kurz um. Beim nächsten Blick nach vorn war das Loch schon zu groß; Wow. Nun blieben nur noch die letzten Kilometer bis zum Club.

Das war ganz klar meine pesönliche  "Königsetappe"

14.04.2017 Küstenklassiker 126 KM 2352 HM

Da es um 8:00 losgehen sollte, waren natürlich alle Teilnehmer brav um 7:00 beim Frühstück. Inclusive unserer 3 Gastfahrerrinnen vom Tri Team Gladbeck (Sabi, Britta,Jutta) erwarteten wir wenig später unseren Bustransfer.

Der Bus der um 8 Ur anrollte wollte uns zunächst nicht mitnehmen bis er es schließlich ,25 Minuten später, (nach div. Rückrufen) doch tat. Zu elft im vierzig Personen Bus reisten wir bequem nach" Port Andratx". Schließlich rollten wir los und der Spaß begann. In "Andratx" trafen wir auf Steffi und Schweiger und gemeinsam ging es in den ersten Anstieg.

Wie geplant blieb ich hinten, was sich bis zum Ende des Tages auch nicht ändern sollte. Ca. 3 Km vor dem Pass des ersten Anstiegs traf ich auf Carsten, welcher leider eine gebrochene Speiche  hatte. Der Verzug war so stark, dass das Rad an den Kettenstreben hängen blieb. Gut das die Speiche bergauf gerissen war. Kurzerhand tauschten wir die Hinterräden. Glücklicherweise fand sich in meinem Werkzeugsortiment ein Speichenspanner mit dem ich es schaffte das Rad  wieder rollfäig zu machen. Sicherheitshalber beschloss ich das Bergabtempo auf max.35 Km/h zu beschränken. Von nun an hatte ich vor den anderen meine Ruhe. Berab enteilten sie mir soweit, das ich bergan gerade so zum jeweils letzten aufschließen konnte. Mittlerweile war mir aufgefallen, das Carsten eine 10 fach Kassette auf seiner Felge hatte ,ich ihm somit meine 11 fach gegeben hatte.  Aufgrund des Schaltwerksanschlags fehlten mir nun weitere 2-3 leichte Gänge. Mit dicker Mühle gings also bis zur Mittagsrast kurz hinter "Valdemossa".

Nach einem oppulenten Mahl (Krabben in Knoblauchbutter) fuhren wir weiter über "Deia" hinunter nach "Soller". Hier galt es nochmal die Flaschen zu füllen, denn nun wartete der 14 Km Anstieg des "Puig Major"  auf  die Gruppe.

Ja der Anstieg. Da ich mittlerweile das Schaltwerk eingestellt hatte konnte ich nun deutlich leichter bergan treten. Ohne weitere Probleme gings nun langsam hinauf zum Gipfel. Meinen Glückwunsch und Respekt an Chris"l", Jörg und Carsten die den Berg zum ersten Mal erobern konnten. Ebenso an unsere scheinbar unzerstörbaren Rookies Fabian und Matthias. Nach dem Tunnel folgte die Abfahrt zur Calobra Bude. Langsam bekam ich Armschmerzen vom ständigen Bremsen und auch meine Mitstreiter waren schon etwas angezählt. Aber es roch nach Ziel und so mobilisierten alle ihre letzten Kräfte.

Weiter hinterherrollend traf ich auf Fabian und Matthias welche an einem Platten und dem damit verbundenen Schlauchwechsel herumoperierten. Mit dem entscheidenten Tipp versehen ließ ich die beiden im Straßengraben zurück und hoffte auf das Beste. Hinter "Lluc" flogen sie beide an mir vorbei ;Operation geglückt.

Dann die ersehnte Abfahrt nach "Pollensa". Wider erwarten hatte keiner vom Team unten auf mich gewartet. So trat ich alleine gegen den Wind. Zuerst kam Chris"l" in Sicht . Nach ihm sammelte ich noch Marcus und Jörg ein. Gemeinsam rollten wir dei letzten Meter zum Club. Es war sogar noch Zeit das defekte Laufrad bei Huerzeler zu abzugeben.

15.04.2017 #Home 25 KM 106 HM

Heute gings auf eine entspannte Abschlussrunde die uns plötzlich in einem Strandeisbude in "Port de Pollensa" ausspuckte. nach einem leckeren koffeinhaltigen Getränk gings zurück zum Club. Da wir die Zimmer schon morgens geräumt hatten folgte ein mehr oder minder langer aufenthalt im Spa Bereich gefolgt von der Warterei auf den Flughafentransport.

 

Bleibt gesund und hoffentlich bis zum nächsten Jahr!!! Es war grandios!!!